Soziale Phobie

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Die soziale Phobie ist eine weit verbreitete Angst. Angaben über die Häufigkeit schwanken zwischen zwei und zwölf Prozent der Bevölkerung!

Genauere Angaben sind hier schwierig, da sie sich in ihrem Schweregrad sehr unterscheidet, und der Übergang zur Schüchternheit fließend ist, dennoch steht fest, dass die Soziale Phobie ein sehr weit verbreitetes Phänomen ist.

Generell bezieht sich die soziale Phobie auf Situationen, in denen der Betroffene im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit anderer Menschen steht. Typische Situationen sind Unterhaltungen mit anderen Menschen, Teilnahme an Festen, gemeinsames Essen mit Kollegen, neue Kontakte knüpfen, auf andere Menschen zugehen müssen (bspw. im Rahmen einer Anfrage in einem Geschäft oder einer Behörde) oder auch Vorträge zu halten. In diesen Situationen kommt es dann bspw. zu Beschwerden wie Erröten, Zittern der Hände, einem großen Unbehagen mit dem Wunsch, der Situation zu entfliehen, Übelkeit oder auch Ausweichen des Blickkontakts.

Um all das zu vermeiden, gehen Betroffene solchen Situationen oft von vornherein aus dem Weg. Die daraus resultierenden Konsequenzen können enorm sein. Im beruflichen Umfeld kann die soziale Phobie ein Weiterkommen und die Karriere sehr erschweren. Im Privatleben kann sie sich bis zur vollkommenen Isolation ausbreiten. Da die Störung die Tendenz zur Chronifizierung hat, erkranken viele Betroffene noch zusätzlich an anderern Erkrankungen wie Depressionen, oder entwickeln Anhängigkeiten von Alkohol, Medikamenten oder auch anderen Drogen, die die Symptome überdecken oder verdrängen sollen.

Die Ausprägung der sozialen Phobie kann sehr unterschiedlich sein. Sie beginnt oftmals in der Kindheit oder der Pubertät. Gerade hier gelten in bestimmten Rahmen Schüchternheit und Hemmungen als noch normal. Die Diagnose wird erst dann gestellt, wenn es zu einem beeinträchtigenden Vermeidungsverhalten kommt.